In Freud und Leid: Seelsorge und Beratung am Flughafen München

Flugreisen sind für viele Menschen aufregend: Neue Eindrücke, Angst vor dem Fliegen oder der Blick auf eine ungewisse Zukunft bringen vielfach Unruhe und Zweifel mit sich. Mancher braucht einen Platz zum Ruhigwerden, jemanden zum Zuhören oder einfach einen Rat.

Ort der Ruhe und Besinnung

Mit der Eröffnung des neuen Münchner Airports wurde 1992 im Zentralbereich des Flughafens mit der Christophorus-Kapelle ein gemeinsamer Ort der beiden christlichen Kirchen geschaffen, an dem evangelische und katholische Christen Gottesdienste feiern und beten können. Als Fluggast oder Besucher finden Sie hier eine Rückzugsmöglichkeit inmitten des Gedränges und der Hektik eines Flughafens. Um Gott zu begegnen ist zwar kein spezieller Ort notwendig und auch ein Gebet ist an keinen bestimmten Platz gebunden, dennoch besteht gerade in außergewöhnlichen Lebenssituationen ein großes Bedürfnis nach einem besonderen Punkt, an denen sich Himmel und Erde zu berühren scheinen.

In der Christophorus-Kapelle haben Sie nicht nur die Möglichkeit, in der Stille eine Kerze anzuzünden, sondern können auch eigene Bitten und Gedanken in ein Anliegenbuch schreiben. Diese Eintragungen werden dann während der Sonntagsgottesdienste als Fürbitte der Gemeinde vor Gott gebracht. Auch zu freudigen Anlässen können Sie die Kapelle aufsuchen: Hier gab es sogar schon Hochzeiten und Taufen – und neben den an den Wochenenden stattfindenden Gottesdiensten beider Konfessionen gibt es täglich um 11:55 Uhr ein ökumenisches Mittagsgebet.

Schnelle Hilfe und nachhaltige Beratung

Zu den Aufgaben des Kirchlichen Dienstes gehört die seelsorgerliche Betreuung von Reisenden in vielfältigen persönlichen Situationen. Egal ob Fluggäste, Airportbesucher, eintreffende Asylbewerber oder Menschen, die kurz vor einer Abschiebung stehen – die Mitarbeiter des Kirchlichen Dienstes kümmern sich um jeden, der sich an sie wendet. Dank zahlreicher Kontakte kann in vielen Fällen schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Seit Februar 2014 befindet sich darüber hinaus im Terminal 1 die OASE, eine Sozialberatungsstelle für Airportmitarbeiter mit persönlichen Anliegen und Nöten. Durch eine Kopplung an das Alarmierungssystem des Airports, welches im Falle besonderer „Luftlagen“ ausgelöst wird, ist ein schnelles Reagieren in besonderen Situationen möglich. Dazu gehören beispielsweise Todesfälle an Bord, plötzliche schwere Erkrankungen oder sonstige dramatische Vorfälle. So kann seelischer Beistand nicht nur für Reisende und deren Angehörige sondern auch für die betroffenen Einsatzkräfte geleistet werden

Zuhören, Beten, Segnen

Egal, ob Sie in München ankommen, abfliegen oder einfach nur mal so am Flughafen vorbeischauen: In der Christophorus-Kapelle finden Sie einen Ort der Ruhe und Entspannung – und wenn Sie möchten auch ein offenes Ohr für alle Anliegen in Zeiten von Freud und Leid. Die Mitarbeiter des Kirchlichen Dienstes sind bestrebt, schnell und nachhaltig zu helfen. Hier finden Sie garantiert jemanden, der zuhört, mit Ihnen betet oder Ihnen den Segen zuspricht.

 

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