Streik der Lufthansa Piloten am Flughafen München

Wenn Sie in jüngster Zeit einen Flug bei der Lufthansa gebucht haben und vom Streik in München gelesen haben, brauchen Sie sich nunmehr keine Sorgen mehr zu machen. Die Piloten haben den Ausstand beendet und der Flugverkehr läuft seit Samstag dem 5.4. wieder normal. Lesen Sie hier die Hintergründe.

Flughafen München – Pilotenstreik zu Ende

Der Streik der Piloten ist seit Freitag Nacht beendet. Er dauerte drei Tage von Mittwoch, dem 2.4., bis Freitag, dem 4.4.14. Während der Pilotenstreik andauerte, strich das Unternehmen 3.800 Flüge. Das erwartete Chaos trat jedoch nicht ein. München ist neben Frankfurt, das wichtigste Drehkreuz der traditionellen deutschen Airline. Umbuchungen waren jedoch oft machbar. Nicht betroffen von dem Ausstand waren nämlich zum Beispiel Austrian Airlines, CityLine, Swiss, Air Dolomiti, Brussels Airlines und Eurowings. Das Notprogramm der Airline bewies seine Qualität. Jederzeit gab es Zugriff auf eine aktuelle Liste der gestrichenen Flüge. Viele Fluggäste konnten so den Flugstatus prüfen und, falls ihr Flug ausfiel, gar nicht erst den Flughafen München anfahren.

Erfolgreich? Meinungen gehen auseinander

Das Ergebnis des Streiks wurde unterschiedlich gewertet. Für die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit war der Pilotenstreik erfolgreich. Die Gewerkschaft wird das Unternehmen nun zu neuen Gesprächen auffordern. Für die Gewerkschaft seien Investoren eine Gefahr für das Personal, da diese es auf die Rücklagen der Lufthansa für das Personal abgesehen hätten. Luftfahrtanalayst aus Frankfurt Jürgen Pieper dagegen, wertet diese Vorwürfe als überzogen. Die Gefahr für das Unternehmen gehe eher von der zu geringen Umsatzredite aus. Die Lufthansa stehe im Wettbewerbsdruck, da sie in Europa im Kurzstreckenbereich Marktanteile an Wettbewerber verloren habe und im Asiengeschäft seitens asiatischer Airlines unter erheblichem Druck stünde.

Aussichten nach dem Ausstand

Die Erhöhung der Umsatzrendite betrachtet auch die Chefetage der Airline als eine dringliche Aufgabe. Bisheriger Unternehmenschef Christoph Franz hat deshalb ein umfängliches Sparpaket geschnürt, das die Fluggesellschaft aus den Turbulenzen holen soll. Anfang Mai soll der Pilot Carsten Spohr als neuer Chef das Steuerruder der Airline übernehmen. Bleibt zu hoffen, dass Carsten Spohr die nötigen Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen wird. Und dass dabei die Pensionsansprüche des Personals und der Kundendienst für die Passagiere gewährleistet bleiben.

 

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