Streik der Flugbegleiter am Flughafen München

Nicht immer ist ein Streik ein probates Mittel um angemessene oder überzogene Forderungen durchzusetzen. In den letzten Tagen kam es aber dennoch zu einem Flugbegleiterstreik der Airline auf dem Flughafen München. Die Lufthansa plant ihr Portfollio um eine Billigfluflinie zu erweitern, um mit anderen Billigfliegern wie Ryan Air oder Easyjet auf Dauer besser konkurrieren zu können. Gerade im Kurzstreckenbereich wie beispielsweise Flüge nach Berlin, Düsseldorf oder Hamburg soll diese neue Fluglinie eingesetzt werden, da hier die Konkurrenz der Billiglinien besonders gross ist.

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo kritisiert die Pläne der Lufthansa vehement, da die Erschaffung einer solchen Billigfluglinie, welche eine Ersparnis von etwa vierzig Prozent einbringen soll, für jede Stewardess deutlich schlechtere Tarif und Arbeitsbedingungen bedeuten würde.
Die Flugbegleiter sind nicht bereit eine solche Fluglinie auf Kosten des Personals zu finanzieren und streiken. Dadurch sind der Fluggesellschaft immense Kosten entstanden, da die Ausfälle von etwa der Hälfte aller geplanten Flüge in dieser Zeit einen immensen finanziellen Verlust für die Airline verursacht hat.

Zusätzlich bedeuten solche Flugbegleiterstreiks immer eine negative Presse und implizieren neben grossen finanziellen Verlusten auch noch den Verlust von Image und Prestige, da viele Kunden zur Konkurrenz wechseln. Bei den Billigfluglinien der unmittelbaren Konkurrenz erhält der Kunde einen deutlich günstigeren Flugpreis und kann sich noch dazu darauf verlassen dass das Flugzeug pünktlich und zuverlässig startet.

Um weitere Streiktage zu vermeiden haben sich die Vertreter der Fluglinie und die Gewerkschaft der Flugbegleiter zunächst auf eine Schlichtung geeinigt, so dass die Streiks zunächst ausgesetzt werden.

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