Nachhaltigkeit am Münchner Flughafen

Mehr als 38 Millionen Passagiere haben 2012 den Münchner Flughafen genutzt, knapp 105.000 pro Tag. Dafür waren 398.000 Flugbewegungen notwendig, mehr als 1000 pro Tag. Zweifellos eine erfolgreiche Entwicklung, die aber Umwelt und Klima deutlich belastet. Dabei werden für die Zukunft weiter steigende Passagierzahlen im Flugverkehr prognostiziert. So wurde in der Vergangenheit Kritik lauter, nicht nur an den Fluggesellschaften, sondern ebenso an den Flughäfen. Wie kann der Lärm reduziert werden? Welche Auswirkungen hat der Flugbetrieb auf das Klima? Lässt sich die Biodiversität erhalten oder werden durch den Betrieb Flora und Fauna belastet?

Fragen, die sehr komplex und auch nicht immer einfach zu beantworten sind. Flughafen ohne Nachhaltigkeit geht nicht mehr. Der Einklang von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft ist deshalb auch bei der Flughafen München GmbH (FMG) fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Bis 2015 soll München zum nachhaltigsten Flughafen der Welt werden. Dazu müssen in den wichtigsten Handlungsfeldern Unternehmen, Gesellschaft, Umwelt und Mitarbeiter die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Eine der bedeutenden Herausforderungen für einen Flughafenbetreiber ist der Klimaschutz. Der ökologische Fußabdruck, also die Auswirkungen des Betriebs auf die Umwelt, eines Flughafens beinhaltet nicht nur den reinen Flugverkehr. Dazu gerechnet werden sämtliche Flughafentransfers und der Betrieb des gesamten Geländes inklusiver aller Gebäude. Beispielsweise verursacht eine Tonne Kerosin über drei Tonnen CO2. Da kommt schnell ein Emissionsausstoß zusammen, der einer Kleinstadt entspricht. Deshalb haben sich die deutschen Verkehrsflughäfen in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um den Klimaschutz gemeinsam voranzutreiben.

Interessant sind dabei vor allem die Emissionen, auf die der Flughafen direkt Einfluss nehmen kann, beispielsweise die Fahrzeuge und Gebäude. Gemeinsam wollen die Flughäfen ab 2020 nur noch CO2-neutral wachsen. Dass bedeutet, wirtschaftliches Wachstum bei konstanten Emissionen. Der Flughafen München will dies schon bis 2020 schaffen und die jährlichen 160.000 Tonnen CO2 nicht weiter erhöhen – bezogen auf einen Passagier sind dies 3,93 Kilogramm CO2.

Ende vergangenen Jahres ist der Flughafen dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) beigetreten, einer Nachhaltigkeitsinitiative der Bundesregierung, und unterstreicht damit nochmals seine Ausrichtung als verantwortlich agierendes Unternehmen. Darüber berichtet die FMG auch in ihrem jährlichen Nachhaltigkeitsreport. In diesem Jahr wurde das 240 Seiten starke Werk als Nachhaltigkeitsbericht der Extraklasse ausgezeichnet.

 

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