Barrierefreies Reisen am Flughafen München

Rollstuhlfahrer erreichen den Flughafen München problemlos mit dem Bus, S-Bahn oder Auto und kommen nach der Landung sicher nach Hause. Jedem Passagier mit eingeschränkter Mobilität steht gemäß EU-Verordnung 1107/2006 eine kostenfreie Betreuung zu. An der Hauptinformation, in den Abflugbereichen und an allen Informationsschaltern stehen kostenlose, flughafeneigene Rollstühle zur Verfügung. In bestimmten Fällen ist der Wechsel aus dem eigenen Rollstuhl in einen speziellen Transportrollstuhl für den Einstieg oder Ausstieg in das Flugzeug erforderlich. Sie werden hierbei vom Servicepersonal umgesetzt und der eigene Rollstuhl wird im Frachtraum der Maschine kostenlos befördert. Airlines halten in der Regel für Rollstuhlfahrer mit eingeschränkter Mobilität gesonderte Plätze frei.

Das München Airport Center, das Terminal 1 und 2 sowie die benachbarten Tiefgaragen und Parkhäuser sind mit rollstuhlgerechten Aufzügen ausgestattet. Im Terminal 2 verfügen alle Aufzüge über behindertengerechte Bedienelemente. Ebenfalls rollstuhl- und behindertengerecht sind alle Durchgangstüren und Gebäudezugänge im Terminal 1 und 2 sowie der Schalter an der Hauptinformation. Ärzte und Pflegepersonal stehen am Terminal 1 Ankunftsbereich E, 24 Stunden am Tag zur Verfügung.
Eine Flughafenübersichtstafel in Brailleschrift für blinde Reisende oder Sehbehinderte befindet sich an der Hauptinformation und auch Blindenhunde dürfen am Flughafen München mitgeführt werden. Einen reibungslosen Ebenenwechsel ermöglichen sämtliche Fluggastbrücken, die über Aufzüge und Rolltreppen verfügen.

Sanitäre Einrichtungen für Rollstuhlfahrer stehen in den Abflug- und Ankunftsbereichen auf den Ebenen 03, 04 und 05 sowie im öffentlichen Bereich zur Verfügung. Behindertengerechte Kaffee- und Teeautomaten stehen in den Abfluggates bereit. Der Flughafen München verfügt in der zentralen Check-in-Halle über einen rollstuhlgerechten Sonderbetreuungsschalter der Lufthansa. Dort wird eine Betreuung bis zum Abflug organisiert und eine individuelle Abfertigung garantiert.
Alle Treppen sind optisch gekennzeichnet und behindertengerecht gestaltet. In den Treppenhäusern sind die Handläufe mit einer entsprechenden Ebenenbezeichnung ausgestattet. In unmittelbarer Nähe der Terminals befinden sich zwei Hotels mit Übernachtungsmöglichkeiten für einen barrierefreien Aufenthalt. Vor der Ankunft am Flughafen sollte bereits bei der Buchung des Fluges oder aber mindestens 48 Stunden vor Reiseantritt, die Einstufung des Mobilitätsgrades der Fluggesellschaft mitgeteilt werden. Gemäß der EU-Verordnung 1107/2006 ist diese frühzeitige Anmeldung vorgeschrieben. Informationen können nur so an den Flughafen rechtzeitig weitergeleitet werden. Internationale Einstufungen helfen den Grad der Behinderung selbst zu bestimmen.

 

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